Bildschirmfoto 2026 09 29 um 14.04.44

Home away from home – Auszeit im Studio Goldblick

Ich bin so dankbar. Was für eine gute Entscheidung, auf meinen Körper zu hören. In den letzten 4 Wochen habe ich wirklich noch einmal komplett abgeschaltet und mein ganzes System heruntergefahren. Die wundervolle Natur um mich herum hat es mir sehr leicht gemacht. Die Wachau ist so wunderschön!

Das „Studio Goldblick“ liegt im kleinen Dorf „Berging“, mitten in der Natur und direkt am österreichischen Jakobsweg, mit Blick auf die Donau. Ein liebevoll gebautes, bioenergetisches Holzhaus mit Solar auf dem Dach, und das Wasser kommt direkt aus einer Waldquelle. Das Haus hat eine sehr schöne Energie. Es gibt einen großen Garten, der direkt an einen Wald angrenzt, und abends die allerschönsten Sonnenuntergänge.

Mein Zimmer hat ein großes, rundes, goldenes Fenster mit weitem Blick in die Natur. Ich habe hier sehr viel Zeit allein und in Stille verbracht. Ein Buddha leistet mir Gesellschaft. Meditation, Yoga und gesundes Essen. Abhängen in der Hängematte, während die Herbstsonne mein Gesicht streichelt.

Mein Host Ernst ist ein sehr aufmerksamer und herzlicher Mensch. Von ihm durfte ich lernen, meinen eigenen Kombucha herzustellen, und manchmal meditieren wir auch gemeinsam. Durch seine jahrelange Coaching-Erfahrung konnte er mich mit seiner einfühlsamen Art auch in den Momenten sehr gut auffangen, in denen es mir nicht gut ging. Gemeinsam meine Gedanken zu sortieren, meine nächsten Steps zu planen und zu schauen, wie meine Tour nun sinnvoll weitergehen kann – dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Und die schönen Waldspaziergänge mit ihm und mit seiner lieben Partnerin Andrea haben mich ebenfalls sehr glücklich gemacht. Ihre liebevollen Umarmungen und unsere vertrauten Gespräche haben mein Herz berührt.

Ich muss schon zugeben, dass so eine Heilungsphase eine echte emotionale Herausforderung sein kann. Um es mit Ina-Maries Worten zu sagen: „Die Antihormontherapie ist eine Bitch.“ Künstlich eingeleitete Menopause durch die monatliche Spritze mit Östrogenhemmer und tägliche Tabletten. Der plötzlich herbeigeführte Östrogenmagel löst Gelenkschmerzen und unagenehme Hitzewallungen aus, schlimmste Ganzkörper-Schweißausbrüche, dann gleich im Anschluss wieder Frösteln und innere Kälte, dazu Schlafstörungen und dadurch Erschöpfung und Energielosigkeit… vorzeitiger Wechsel von 0 auf 1000 – nichts für Feiglinge!

Ich übe mich weiter darin, sanft mit mir zu bleiben und körperlich nicht noch mehr von mir zu verlangen. Das klappt mal mehr und mal weniger gut. An manchen Tagen fühle ich mich großartig und würde am liebsten sofort aufs Motorrad hüpfen und weiterfahren, und am nächsten Tag liege ich dann doch wieder als kleines, heulendes Häuflein Elend im Bett … Es ist ein Prozess.

Ich nehme mich selbst in den Arm und wickle mich in den kuscheligen Schal, den mir meine lieben Aachener Freundinnen als kleinen Tröster geschickt haben und der sich wie eine große, liebevolle Umarmung von Euch anfühlt. 💕

Selbstliebe lernen – Eigentlich habe ich ja schon ziemlich gut verstanden, was das bedeutet – aber es wirklich zu leben, ist dann doch noch einmal eine andere Hausnummer. Mich auszuruhen, ohne dabei schon wieder darüber nachzudenken, wann es endlich weitergehen kann. Im Vertrauen zu bleiben und meinem Körper Ruhe zu gönnen, ohne ständig das Gefühl zu haben, ich müsste doch eigentlich schon längst wieder unterwegs sein.

Annehmen was ist. Atmen. Lächeln. Dankbar sein. Ohmmmmm……

So langsam strecke ich meine Fühler wieder aus und nehme die Orga-Fäden wieder in die Hand – die Türkei ruft! Bald gibt es hier hoffentlich Neues zu berichten, ich halte Euch auf dem Laufenden.

Hugs and Kisses
Pat

1 Kommentar zu „Home away from home – Auszeit im Studio Goldblick“

Schreibe einen Kommentar